Südafrikanische Korallenkobra

Diese kleine eierlegende Wühlschlange ist mit einer Länge von bis zu 80 cm eine sehr kleine Kobra. Der Kopf setzt sich kaum vom Hals ab. Sie hat eher kleine lackschwarze Augen mit runden Pupillen. Die Schildnasenkobra ist gedrungen gebaut und die Schwanzspitze ist relativ kurz und abgerundet. Die Färbung dieser Schlange ist variabel. Meiner Meinung nach ist die Nominatform am prächtigsten gefärbt. Die Körpergrundfarbe meiner Tiere ist cremeweiss, die Körperoberseite weist einen korallenroten Saum auf, beinahe wie gepudert oder gebrusht. Der rote Saum zieht sich von der Schwanzspitze bis zum vorderen Nasenschild hin. Die schwarzen nahezu gleichmässigen Querbänder umgeben zusätzlich diese Schlange, wobei die Bauchschuppen eher grosse schwarze Flecken als Bänder aufweisen. Hinter dem Kopf ist ein grosser schwarzer Winkelfleck. Die Nominatform hat niemals einen vollständig schwarzgefärbten Kopf. Wenn die kleine Schlange einmal aufgeregt ist, stellt sie sich wie eine Kobra auf und flacht den Oberkörper zu einem kleinen Schild ab. Sie stösst meisstens mit geschlossenem Maul zu und faucht dabei gut hörbar. Allerdings können sie schon mal zubeissen. Das sehr schwache Nervengift kann Symptome von Juckreiz der Bissstelle bis zu heftigen Kopfschmerzen führen. Einige wenige Todesfälle bei Menschen durch Bisse von Unterarten der Aspidelaps sind bekannt, da diese ein viel stärkeres Nervengift besitzen als die Nominatform Aspidelaps lubricus lubricus.

Verbreitung: Die kleine Kobra bewohnt den westlichen und zentralen Teil der Kapprovinz und den südlichen Oranje- Freistaat.

Haltung/ Pflege: Sie buddelt gern das ganze Terrarium um. Das sollte beim Bodengrund berücksichtigt werden. Erst probierte ich roten Namibia Wüstensand aus. Leider färbte dieser sehr stark und war auch nicht gut für die Hydra der Schlangen. Als ich feuchte Terrarienerde untergemischt hatte, war das Feuchtigkeitsmangelproblem beseitigt. Dafür sahen die Schlangen aus wie Dreckschweine! Jetzt verwende ich Sphagnum Moos. Darin buddeln und wühlen sie wie verrückt und alles bleibt sauber. Steinhöhlen und Klettermöglichkeiten sollten nicht fehlen. Ich habe meine Tiere sehr häufig beim Klettern beobachten können, daher sind ein paar Äste keine überflüssigen Einrichtungsgegenstände. Eine kleine Trinkschale darf nicht fehlen. Beleuchtet wird das Terrarium etwa 12 Std. sofern nicht ausreichend Tageslicht vorhanden ist. Empfehlenswert wäre noch die Einzelhaltung, oft haben sie ihre Artgenossen zum Fressen gern. Schildnasenkobras sind nachtaktive Tiere. Meine Tiere stöbern auch häufig bis spät Mittags im Terrarium herum.

Luftfeuchtigkeit: Um Häutungsschwierigkeiten und Dehydration zu vermeiden, hält man den Bodengrund lokal feucht und sprüt etwa einmal pro Woche den Bodengrund ein. Nicht nass! Der Bodengrund sollte nur ganz leicht feucht sein.

Temperatur: Ich pflege meine A. l. lubricus am Tage bei etwa 26°C und in der Nacht bei 20°C.

Futter: Die kleinen Kobras sind ganz verrückt nach Geflügel. Am liebsten möchte man sie aber an Mäuse gewöhnen. Anfangs habe ich meine Tiere alle drei Tage mit Rinderherzstücke stopfen müssen. Das ist ausserordendlich schwierig sie erst einmal im Griff zu haben und dann ihre kleinen Mäulchen aufzubekommen. Sie wehren sich sehr heftig, drehen und rollen sich. Babymäuse mit Lizard Marker zu versehen war nicht erfolgreich. Sie dann mit lebenden Geckos zu füttern, lehne ich nicht nur wegen der parasitären Gefährdung die von den Geckos ausgeht ab. Ich habe eine Tiefkühlente gekauft, die Fettkörper entfernt und rieb die Babymäuse damit ein. Die Kobras frassen die “Entenmäuse” sofort. Alternativ ist dies eine hilfreiche Idee, wenn man keine Möglichkeit hat Küken zu kaufen und mit deren Federn einen Indianer zu basteln. Wegen ihrer hohen Agilität verbrauchen sie sehr viel Energie und sollten daher entsprechend gefüttert werden. Schlüpflinge bis zu einem halben Jahr erhalten daher alle drei bis vier Tage eine Babymaus. Mit dem Älterwerden vergrössert sich der Futterabstand und Futtergrösse entsprechend.

Terrarium: Sie dürfen Aufgrund ihrer geringen Grösse in kleineren Terrarien gepflegt werden. Allerdings ist der zum Teil enormer Bewegungsdrang dieser Kobras zu berücksichtigen.

Lebenserwartung/ Geschlechtsreife: Sie können 15 Jahre alt werden und die Geschlechtsreife erreichen sie erst mit 4 Jahren.

Winterruhe ( Hibernation ): Eine Winterruhe bei 16- 19°C wird empfohlen. Sie beginnt Anfang Juni für etwa 7 Wochen.

Gift: proteroglyph ( neurotoxisch ).

Meine Schildnasenkobras stammen aus Südafrika

 

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